Polymyalgia Rheumatica

Auch wenn die Polymyalgia Rheumatica nicht zu den Großgefäßentzündungen zählt, wird sie häufig aufgrund der Nähe zur Riesenzellarteriitis im Rahmen der Großgefäßentzündungen besprochen. Die Polymyalgia Rheumatica zeichnet sich durch stammnahen Muskelschmerzen einhergehend mit hohen Entzündungswerten im Blut aus.

Klinik

Neben den typischen stammnahen Muskelschmerzen, die sich häufig wie ein schwerer Muskelkater (ohne vorherige körperliche Belastung) äußern, klagen viele Patienten über Fieber, Gewichtsverlust und Nachtschweiß. Im Blut finden sich deutlich erhöhte Entzündungswerte (BSG/CRP).

Therapie

Als typisches Merkmal der Polymyalgia Rheumatica gilt das prompte Ansprechen auf eine Cortison-Therapie. Die Erkrankung wird häufig allein mit Cortison behandelt, nur im Falle eines zu hohen Cortisonbedarfes wird eine Cortison-einsparende Therapie zum Beispiel mit Methotrexat empfohlen.

Prognose

Die Prognose der Polymyalgia Rheumatica ist im Allgemeinen gut. In den meisten Fällen gelingt es, die Cortison-Therapie über Monate auszuschleichen, ohne dass die Erkrankung erneut auftritt. Selten können sich andere Erkrankungen wie zum Beispiel die Riesenzellarteriitis oder eine spezielle Form der Rheumatoiden Arthritis (EORA, Abkürzung für Elderly Onset Rheumatoid Arthritis),  am Anfang ähnlich darstellen wie eine Polymyalgia Rheumatica, sodass es zu Beginn der Erkrankung gilt, diese Erkrankungen auszuschließen.